IDJM 2026 - 29er

Wie ich mit Karl in das Land von Brezel und Weißwurst reiste, um an Pinne und Draht um die Wette zu segeln.

Warten auf Wind. Foto: Max Ewald
Warten auf Wind. Foto: Max Ewald

IDM 29er Chiemsee

 

Dieses Jahr wurde die Deutsche Meisterschaft der Klasse „ 29er“ am bayerischen Chiemsee ausgetragen. Wir reisten mit drei Booten am Dienstag an und hatten am Mittwoch den Vortag des ersten Regattatages, den wir für eine Trainingseinheit nutzten, um uns mit dem Gewässer vertraut zu machen. Es war schwachwindig und gab teils extreme Dreher, was aber im Hinblick auf den wenigen Wind schon eine gute Einstimmung auf die kommenden Tage sein sollte.

Donnerstag. Am ersten Regatta-Tag konnten wir nach einigen An- und Ablegeversuchen sowie vielen Start- und Rennabbrüchen leider kein Rennen segeln. Um den eher wenig erfolgreichen Tag wieder herauszuholen, wurde der Start des nächsten Tages von 11:00 Uhr auf 7:30 Uhr vorgezogen. Das bedeutete für uns, dass wir am zweiten Tag sehr früh aufstehen mussten um uns auf den hoffentlich entstehenden thermischen Wind am Morgen vorzubereiten.

 Freitag. So kam es dann zum Glück auch, und wir schafften es bis zum Mittag, zumindest zwei Rennen zu fahren. Nachdem der Wind danach jedoch nachließ, warteten wir noch etwas und konnten später noch ein drittes Rennen fahren. Danach ging der Wind erneut weg, sodass wir an Land fuhren und dort noch bis etwa 16:00 Uhr warteten. Dann fiel die Entscheidung, dass wir es am nächsten Morgen erneut um 7:30 Uhr versuchen würden, da die Hoffnung wieder auf morgendliche Thermik bestand. Mit Platzierungen 4, 17 und 11 reichte es für eine Platzierung unter den ersten zehn Booten.

 Samstag. Als wir am nächsten Morgen kurz nach 6 Uhr im Hafen ankamen, war jedoch schnell klar, dass sich das mit der Thermik wohl eher schwierig gestalten würde, da das Wasser und große Teile des Landes mit Nebel bedeckt waren. Damit war allen schnell klar, dass das wahrscheinlich eine Nullnummer werden würde. Nach etwas Warten kam dann, wie schon vermutet, AP über 6. Wir fuhren deshalb erst einmal zurück in unsere Unterkunft.

Segeln vor Kulisse. Foto: Max Ewald
Segeln vor Kulisse. Foto: Max Ewald

Als die sechs Stunden vorbei waren, fuhren wir wieder in den Hafen. Der Wind hatte sich jedoch immer noch nicht stabilisieren können, woraufhin wir weiter im Hafen warteten. Um 16:30 Uhr wurde der Tag schließlich beendet – leider erneut ohne ein Rennen.

 

Am Sonntag ging es dann aber so richtig los. Die Bedingungen waren anfangs wieder durchwachsen, aber da klar war, dass der Wind noch kommen würde, fuhren wir direkt raus und warteten, bis sich der Wind entwickelte.

An der Tonne. Foto: Max Ewald
An der Tonne. Foto: Max Ewald

Als es schließlich so weit war, konnten wir noch vier Rennen segeln und sogar eine Wettfahrt für uns gewinnen. Das reichte am Ende als bestes norddeutsches Team für einen versöhnlichen Platz 4.
Die einzelnen Ergebnisse waren zwar durchwachsen, aber durch die schwierigen Bedingungen hatten alle mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen. Insgesamt war es dadurch eine sehr abwechslungsreiche und anspruchsvolle Deutsche Meisterschaft, bei der wir viel Erfahrung sammeln konnten.

Segeln vor Kulisse. Foto: Max Ewald
Treppchen und Umgebung. Foto: Max Ewald

Dank an unseren Trainer Georg, an die tolle Organisation vor Ort (erstklassiges Essen!) und an den RSC 92 für die Unterstützung!

Lukas